Fanclub-Präsident Marcel Anliker (rechts), hier im Gespräch mit Mäx Hasler, war vom Aufmarsch der Sonnenbräu-Fans überwältigt.

Für den Sonnenbräu-Fanclub war es nicht nur ein Jahr, sondern auch eine Hauptversammlung der Rekorde. Im März wurde das 3000ste Mitglied begrüsst, am 31. Mai waren es bereits 3251. Gestern nahmen 1268 Sonnenbräu-Fans teil.

KURT LATZER

REBSTEIN. «Wenn wir weiter einen solch grossen Erfolg haben, müssen wir vielleicht für eine der nächsten Hauptversammlungen ein Zelt so gross wie am Oktoberfest aufstellen», meinte Carsten Zeiske, Marketingverantwortlicher des Fanclubs. Bereits eine halbe Stunde vor dem Beginn der HV standen die Besucherinnen und Besucher vor dem Eingang zum Zelt Schlange bis über den Bahnübergang hinaus.

Den offiziellen Teil des Abends erledigte Marcel Anliker, Präsident des Sonnenbräu Fanclubs innerhalb weniger Minuten. Alle Anträge, auch die Wiederwahl des Vorstandes, quittierten die Fans jeweils mit 1268-mal «Prost». Möglicherweise waren die Fans auch so schnell mit allem einverstanden, weil traditionsgemäss während der HV kein Bier ausgeschenkt wird.

Interessant aber war nicht nur die Zahl der Besucher, sondern auch die der geleisteten Arbeit und der Finanzen. Anliker: «Für den Auf- und Abbau des Zeltes und die Aufräumarbeiten stehen etwa 50 Personen rund 400 Stunden im Einsatz. Im Service sorgen heute Abend 29 Personen für Speis und Trank.» Die Jahresrechnung weist Einnahmen von gut 151 000 und Ausgaben von 138 000 Franken aus. Das Vermögen des Fanclubs beträgt neu knapp 52 000 Franken. Die Hauptversammlung wurde mit dem gemeinsamen Singen der «Sonnenbräu-Hymne» beendet.

Ein riesen Jubel setzte ein, als Claudia Graf, Geschäftsführerin der Sonnenbräu AG, eine Neuigkeit mitteilte. Im Verein Culinarium liegt Sonnenbräubier nun auf dem ersten Rang. Es dauerte dann auch nicht mehr lange, bis die Fans zu den Klängen der «Pfunds Kerle» zu schunkeln begannen. Und damit die Gäste zu später Stunde sicher nach Hause kamen, standen Shuttlebusse im Einsatz.

Der Rheintaler